Jetzt bin ich aber wirklich überfällig mit meinem USA-Bericht! Dieser wird auch nicht so lang, Omaha war weniger ereignisreich, aber ganz sicher nicht weniger schön! Es ist schon komisch, wieder dort zu sein und gar nicht das Gefühl zu haben dass es schon 3 Jahre her ist, dass ich das letzte Mal dort war! Allerdings kann ich mich auch nicht wirklich erinnern, dass es so heiß und schwül war: um die 40°C und eine Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen waren schon sehr...anders. speziell nach der eher (angenehm) kühlen Woche in Seattle und dem Wetter in Oslo!
Dabei muss ich aber auch sagen, dass es eigentlich gar nicht so schwer wäre, sich zu akklimatisieren - wenn man denn mal dazu kommen würde. Dank Klimaanlage in allen Gebäuden und allen Autos ist das aber nicht drin: Es ist schon irgendwie ironisch, dass mein größtes Problem nicht darin bestand, nicht zu überhitzen sondern keine böse Erkältung zu bekommen! Hab ich aber nicht, trotz reichlich Umgekehrte-Sauna-Feeling: Rein ins aufgeheizte (weil geparkte) Auto, AC an, GÄNSEHAUT! Der neuen Austauschschülerin ging es da nicht anders, wir Europäer sind da wohl einfach etwas anders gestrickt ;-)
Überhaupt hatten wir Mädels ziemlich viel Spaß und einiges zu tun, und Rowena - der "Neuen" - einiges zu zeigen.
Am Sonntag waren wir natürlich erstmal in der Kirche, wie sonst auch um 8 Uhr... also um 7 raus aus den Federn! Dann ging es zum Zoo, Senior Picures für Katie! Senior Pictures sind professionelle Bilder, von denen man dann viele Abzüge (meist Brieftaschenformat) an alle Freunde in der Schule verteilen kann. Katie ist ja im Freiwilligenteam des Zoos und will Tierärztin werden, da war die Wahl des Ortes an sich ja nicht schlecht - bis auf die Kleinigkeit dass das Wetter wirklich nicht so hilfreich war für ein Fotoshooting. Aber wir waren mehr drinnen als draußen, und ich befürchte fast dass Desert Dome angenehmere Temperaturen hatte als die Außenenlagen... weniger feucht.
den Montag waren wir in der Schule, Rowena und Katie registrieren. Das war auch echt komisch... manche Lehrer hab ich auch wiedererkannt, wenn auch die mich nicht - kein wunder bei einer Schule von über 1500 Schülern! Ich habe die Chance genutzt und einen ganzen Haufen Fotos gemacht, die ich mir immer schon gewünscht hatte.
Abends waren wir dann bei Cabela's, Dennis' "Altertivwohnsitz". Dort haben wir die Lasergewehre ausgiebig genutzt und uns Dennis' Lieblingsabteilungen angeguckt: Pistolen, Gewehre, Schrotflinten und Compoundbögen. Er ist wohl ein ziemlich guter Bogenschütze...
Den nächsten Tag haben wir uns dann nochmal den Zoo angeguckt, alles was wir beim Shooting nicht gesehen hatten - solange alle durchhielten. Lange waren wir letztendlich nicht da, aber wir waren soweit durch und dann muss man's ja auch wirklich nicht übertreiben!
Das nächste große Event war dann die Fahrt nach Freemont, zu Kristines College. Ist echt ein schickes College, und es war wirklich interessant, da mal drin zu sein, nachdem ich doch einiges davon gehört hatte... Außerdem sind wir bei Kristines Freund, Will, vorbeigefahren. Scheint echt nett zu sein, das ist ne echte Hundefamilie... ich glaube sie haben fünf oder sechs Hunde, ganz unterschiedliche Rassen. Die neueste ist ein sehr süßer und sürmischer kleine Huskywelpe... Tja, dazu muss man eigentlich nichts weiter sagen :D
Den letzten Gemeinsamen Abend haben wir dann in Spaghettiworks (ein Restaurant) gegessen und sind ein bisschen in Downtown Omaha herumspaziert. Natürlich sind wir auch im "Tannenbaum" gewesen, einem Kitsch- und Dekoladen, der übers ganze Jahr super Absatz macht mit Tannenbaumschmuck und leuchtenden Städten!!! Tja, was soll man da noch sagen... American life style :D
Tja, jetzt bin ich ja schon eine ganze Weile wieder in Oslo (und es war wieder genau das gleiche Gefähl: als wäre ich nie weg gewesen! Nur die Sprache war mir doch wieder irgendwie bewusster...). Da ich dieses Wochenende ja auch schon wieder einiges zum erzählen und zeigen angesammelt habe, werde ich diesen Bericht jetzt mal abschließen und mich an die Bilder dazu setzten - es gibt jedenfalls reichlich Auswahl!
Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht: bald geht's schon wieder zurück - aber nicht, ohne Norwegen vorher nochmal richtig zu genießen! Meine Arbeit gebe ich ja schon seit längerem langsam ab in die Hände der nächsten zwei Praktikanten. Und sie haben noch keine Ahnung, auf was sie sich da eigentlich eingelassen haben :D
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